Warum wir WordPress lieben

Es gibt (vielleicht nicht ganz) 1000 Arten und Wege, eine Webseite zu bauen und jeder Entwickler hat dabei seine Lieblingswerkzeuge. Unseres ist definitiv WordPress! In Zeiten von unzähligen Themes und Plugins kann man damit fast grenzenlos seiner Fantasie (oder den Wünschen des Kunden) freien Lauf lassen. Doch das können andere Content Management Systeme wie Typo3, Contao und Co. auch. Warum also ist WordPress nicht nur unser absoluter Favorit, sondern auch unangefochtener Marktführer?

Was ist WordPress

Kurz gesagt, WordPress ist ein Content Management System, kurz CMS, mit dem man direkt online Webseiten erstellen kann – und zwar kostenlos, ohne zusätzliche Programme installieren zu müssen (mit Programmen wie XAMPP ist das allerdings möglich) oder Programmiersprachen zu beherrschen. Alles, was man benötigt, ist eine Domain und entweder einen Account auf WordPress.com, eine lokale Installation auf dem eigenen Rechner oder ein Hostingpaket bei einem Anbieter seiner Wahl und schon kann es losgehen.

Angefangen hat WordPress als Plattform für Blogger, mittlerweile lässt sich damit aber von einfachen Landingpages, über Firmenwebseiten, bis hin zu großen Shops fast alles ganz einfach und unkompliziert umsetzen. WordPress ist ein sogenanntes Open-Source-Projekt, an dem jeder, der möchte, mitarbeiten kann. 

Fast täglich finden so neue Funktionen in Form von (teils kostenpflichtigen) Plugins und Themes ihren Weg in die WordPress-Welt. Wenn also heute etwas noch nicht möglich ist, ist es das vielleicht schon nächsten Monat. Themes bestimmen, einfach erklärt, das Aussehen einer Seite – wie Überschriften gelayoutet sind, wie Buttons aussehen und sich verhalten und ähnliches. Plugins hingegen schaufeln jede Menge Funktionen in eine Seite, beispielsweise Kontaktformulare, Social Media Feeds, Newsletter oder Optimierungsmöglichkeiten im Hintergrund.

 

Kosten(los)

Egal ob es um die eigene Seite oder Kundenprojekte geht, beim Thema Kosten geht’s ans Eingemachte und jeder gesparte Cent ist heilig. Die gute Nachricht: WordPress ist von Haus aus kostenlos und hat damit schonmal einen riesen Vorteil gegenüber anderen Systemen, für die jährliche Lizenzgebühren von teilweise mehreren tausend Euro anfallen. Das heißt allerdings nicht, dass man dafür kein Geld ausgeben kann. 

Es gibt unzählige Themes und Plugins auf dem Markt und nicht alle sind kostenlos. Womit man arbeiten möchte, kann man natürlich selbst entscheiden. Für unsere Projekte haben wir uns für das Premium-Theme Divi von Elegant Themes entschieden. Der (inzwischen) integrierte Divi Builder erleichtert unsere Arbeit ungemein, was letztendlich auch Zeit spart, ist aber trotzdem flexibel genug, um auch individuelle Designs problemlos umsetzen zu können. Einen solchen Umfang kann man von kostenlosen Themes kaum erwarten, für einfache Projekte im Privatbereich sind diese aber oft ausreichend.

Für Plugins muss man in der Regel nur selten Geld ausgeben, da vieles (wirklich sehr sehr vieles) kostenlos verfügbar ist. Selbst Shops lassen sich ohne Zusatzkosten einrichten, inklusive der gängigsten Bezahlfunktionen. Plugins kaufen muss man tatsächlich nur in seltenen Fällen, z.B. für interaktive Grafiken, komplexe Formulare mit Bezahlmöglichkeiten am Ende oder ähnliches.

Einfache Bedienung

Die Benutzeroberfläche (auch Backend) von WordPress lässt sich auch als Anfänger in kürzester Zeit relativ einfach und intuitiv benutzen. Sobald man eingeloggt ist, sieht man auf der linken Seite eine Übersicht aller Bearbeitungs-Bereiche. Standardmäßig ist hier wirklich nur das Nötigste zu sehen. Etwas “voll” kann es werden, wenn viele Plugins installiert werden, da jedes seinen eigenen “Menüpunkt” mitbringt, aber auch das ist in der Regel kein Problem.

Im Frontend, also auf der Live-Seite, erscheint am oberen Bildschirmrand ebenfalls eine Menüleiste, sobald man eingeloggt ist. Von hier aus kommt man schnell zurück ins Backend oder in den Bearbeitungsmodus der Unterseite, die man gerade aufgerufen hat. Einfacher geht’s fast nicht. Mit wenigen Klicks lassen sich hier nun Texte bearbeiten, Bilder einfügen oder komplett neue Unterseiten anlegen. Man hat sogar die Möglichkeit, Seiten mit Passwörtern zu versehen oder als Entwurf zu speichern – und das alles, wie gesagt, ohne wirklich programmieren zu können.

Und auch über Mobiloptimierung muss man sich erstmal keine allzu großen Gedanken machen. Standardmäßig sind WordPress-Seiten zumindest responsive, das heißt, sie passen ihre Darstellung der Größe des Bildschirms an. Bei professionellen Projekten sollte man dennoch etwas Zeit in die Hand nehmen und jede Seitendarstellung auf Tablet und Smartphone prüfen. Für Anfänger oder Blogger reicht die Standard-Umwandlung meistens jedoch vorerst aus.

 

Möglichkeiten über Möglichkeiten

Wer mit einer Seite anfängt, weiß selten, wohin genau die Reise gehen soll. Gerade für Einsteiger, die ihren ersten Webauftritt bauen wollen, reicht oft eine Landingpage, also eine Webseite komplett ohne Unterseiten (von Impressum und Datenschutz mal abgesehen) oder eine Startseite mit maximal fünf Unterseiten. Mit der Zeit aber wächst der Anspruch und es fallen einem immer wieder neue Sachen ein, die man der Welt präsentieren möchte.

Das schöne an WordPress ist, dass man jederzeit ohne großen Aufwand Seiten, Blogbeiträge und Menüpunkte (auch mit externen Verlinkungen) ergänzen und so z.B. Aktionsseiten für einen bestimmten Zeitraum sichtbar machen kann. Auch bestehende Seiten lassen sich schnell korrigieren, ändern oder komplett umbauen. Und wer sich später dazu entscheidet, einen Shop anzubinden, kann dank dem kosten Plugin von WooCommerce quasi auf Knopfdruck innerhalb von wenigen Minuten seine ersten Produkte verkaufen. 

WordPress ist also für alles gewappnet, was die Zukunft bringt. Und das nicht nur zuhause, sondern überall auf der Welt (und notfalls auch vom Smartphone aus).

 

Suchmaschinenoptimierung im Handumdrehen

Und nicht nur wir, sondern auch Suchmaschinen wie Google lieben WordPress. Das System bringt auch ohne Plugins schon vieles mit, wodurch man die Sichtbarkeit seiner Seite optimieren kann. 

Der Texteditor z.B. bietet schon beim Schreiben die Möglichkeit, Überschriften je nach Wichtigkeit/Position von H1 bis H6 zu klassifizieren. Jedes hochgeladene Bild kann in der Mediathek mit zur Seite passenden Meta-Daten (Beschreibung, Alt-Text etc.) versehen werden, welche wiederum von Suchmaschinen ausgelesen und interpretiert werden können. Seiten lassen sich außerdem in Beziehung miteinander stellen, interne Verlinkungen sind ein Kinderspiel und Beiträge lassen sich kategorisieren und mit Schlagwörtern versehen.

Noch mehr rausholen lässt sich mit speziellen (größtenteils kostenlosen) SEO-Plugins wie Yoast SEO oder All in One SEO Pack. Damit erhält man zusätzliche Optionen, wie beispielsweise einzelnen Seiten Schlagwörter zuzuweisen, den Inhalt von Seiten auf Suchmaschinenrelevanz und Lesbarkeit zu prüfen, oder den Text, der in den Suchergebnissen von Google und Co. angezeigt wird, zu bearbeiten. 

 Während der Aufbau- und Entwicklungsphase kann man seine Seite übrigens mit einem Häkchen in den Einstellungen komplett für Suchmaschinen unsichtbar machen. So verhindert man, dass bereits unfertige Seiten von potentiellen Besuchern gefunden werden können. Alternativ gibt es auch Plugins, mit denen man eine sogenannte Wartungsseite anzeigen lassen kann. Diese informiert Besucher, dass hier etwas entsteht und bietet z.B. die Möglichkeit, vorab schon Eintragungen in den eigenen Newsletter zu sammeln oder einen Countdown bis zum Tag der Veröffentlichung laufen zu lassen.

Was Google neben guten Inhalten noch liebt, sind schnelle Seiten. Um seine Seite dahingehend zu optimieren, bieten verschiedene Plugins einen enormen Mehrwert. Es gibt jede Menge kostenlose Möglichkeiten, Bilder so verlustfrei zu komprimieren und skalieren, dass sie nicht mehr allzu sehr an der Ladezeit nagen. Selbst wenn sie vorab schon in den passenden Dimensionen hochgeladen wurden, können diese Tools nochmal ein paar kb rausholen. 

Außerdem gibt es Optimierungsplugins, mit denen Systemdateien nochmal zusammengefasst und das Caching der eigenen Seite optimiert wird. Die wenigen Minuten, die man für das Setup benötigt, können zum Schluss den Ausschlag geben, ob man bei Google auf Seite 1 oder Seite 10 angezeigt wird.

Die kostenlosen Versionen können schon sehr viel und nur bei wirklich großen Projekten muss man etwas Geld in die Hand nehmen für Premium-Versionen.

 

WordPress und die DSGVO

Spätestens seit Mai 2018 hat das Schreckgespenst Datenschutz-Grundverordnung für den einen oder anderen Nervenzusammenbruch bei Webentwicklern und Webseitenbetreibern geführt. Mit dem richtigen Setup kann man sich die Sorgen bei WordPress-Seiten allerdings sparen, denn auch hierfür gibt es zahlreiche Plugins und Anleitungen im Netz. Ob Cookie Notice oder Einverständniserklärung bei Formularen, das konforme Einbinden von Social Media Inhalten oder das lokale Hosten der geliebten Google Fonts –  alles kein Problem mit etwas Recherche und den richtigen Plugins.

 

Immer aktuell

Ein weiterer großer Pluspunkt von WordPress ist das Update-System. Im Backend bekommt man eine sehr schöne, übersichtliche Darstellung aller Plugins und Themes, für die eine neue Version verfügbar ist, inklusive der Information, ob diese Version mit dem momentanen Setup kompatibel ist. Per Knopfdruck kann man nun alles auf den aktuellsten Stand bringen und sich dann wieder den wichtigen Dingen des (Internet-)Lebens zuwenden.

Warum das so toll ist? Zum einen ist das nicht bei jedem CMS so komfortabel, sondern mit einem enormen Zeitaufwand verbunden. Installationsdateien müssen erst runter- und dann wieder hochgeladen werden und keiner sagt einem vorab, ob man sich damit nicht unter Umständen die Seite zerschießt. Natürlich, auch bei WordPress sollte man nach jedem Update kurz über die Seite gucken und überprüfen, ob noch alles am rechten Platz ist. Aber das Risiko, dass etwas schief geht, ist deutlich geringer als in anderen Systemen. Kleiner Tipp: Wir haben uns angewöhnt, vor jedem Update immer ein Backup der Seite zu machen. Sollte etwas schief gehen, können wir damit innerhalb von wenigen Minuten den ursprünglichen Zustand der Seite wieder herstellen und in Ruhe recherchieren, warum das Update etwas kaputt gemacht hat.

Zum anderen sind Updates auch dahingehend wichtig, um die Sicherheit der eigenen Seite zu gewährleisten. Veraltete Plugins oder Themes (selbst wenn sie deaktiviert sind) bieten Bots und Hackern Möglichkeiten, sich über Hintertürchen Zugang zum System zu verschaffen. Das beste Security-Setup bringt einem überhaupt nichts mehr, wenn die seit Monaten nicht mehr beachtete Version des früheren Formular-Plugins neuen Angriffsmechanismen Tür und Tor öffnet.

 

Seitensicherheit

Das Thema Seitensicherheit möchten wir an dieser Stelle noch einmal gesondert kurz aufgreifen. Je verbreiteter ein System ist, desto häufiger wird versucht, dieses durch Angriffe und Viren zu infiltrieren – das ist auch bei WordPress nicht anders. Das schöne ist aber, dass man die Sicherheit seiner Seite mit etwas Fleißarbeit soweit steigern kann, dass man sich auch darum keine Sorgen machen muss. Nicht nur Plugins können das Risiko eines erfolgreichen Angriffs minimieren, man hat auch die Möglichkeit, über den FTP-Zugang weitere Anpassungen vorzunehmen (z.B. die Login-Seite mit einem zusätzlichen Passwort schützen oder Standardnamen von Verzeichnissen zu ändern). Außerdem wird von Seiten der Entwickler alles getan, um die Grundstruktur des Systems immer wieder auf mögliche Sicherheitslücken hin zu überprüfen und diese zu schließen. 

 

Der Unterschied zwischen WordPress.org und WordPress.com

Wer sich als Einsteiger mit WordPress beschäftigt, wird sehr schnell auf die beiden Seiten wordpress.org und wordpress.com stoßen und sich fragen: “Wo ist da der Unterschied?”. 

Auf wordpress.org wird die aktuellste Version von WordPress zum kostenfreien Download zur Verfügung gestellt. Einmal heruntergeladen, kann diese via FTP im Hostingpaket  oder mittels XAMPP lokal auf dem Rechner installiert und mit dem Webseitenaufbau begonnen werden. Um die Seite live zu stellen und so der Welt zugänglich zu machen, benötigt man eine eigene Domain. 

Auf wordpress.com richtet man sich quasi ein eigenes Konto ein und kann direkt loslegen, ohne irgendetwas installieren oder sich Gedanken über Hosting machen zu müssen.  Das übernimmt wordpress.com und darin liegt auch schon der erste Unterschied. Ein weiterer ist, dass die Funktionen auf wordpress.com in der kostenlosen Variante (ja, es gibt auch verschiedene Bezahloptionen) sehr limitiert sind. So lassen sich z.B. keine Plugins installieren und es gibt auch keine Möglichkeit, eigene Themes hochzuladen. Außerdem wird auf den Seiten, die nicht über ein Premium-Paket laufen, Werbung ausgespielt.

Wer absolut keine Ahnung von WordPress hat und sich einfach mal ein bisschen ausprobieren möchte, ist mit einem Account bei wordpress.com gut aufgehoben. Ein späterer Wechsel zur “richtigen” WordPress-Version ist in der Regel übrigens problemlos möglich. Wer von Anfang an weiß, dass er größeres mit seinem Webauftritt vor hat und sich in der Auswahl der Funktionen nicht einschränken lassen möchte, dem raten wir, von Anfang an auf eine eigene WordPress-Installation und Domain zu setzen.

 

Zusammenfassung

Kurz gesagt ist WordPress einfach der Alleskönner, mit dem wir in der Lage sind 99% unserer Kunden- und Eigenprojekte professionell abzuwickeln. Und nicht nur Agenturen, sondern auch Einsteiger und Selberbauer können sich damit für kleines (oder gar kein) Geld den Traum vom eigenen Internetauftritt verwirklichen, ohne vorher VHS-Kurse oder stundenlange Webinare buchen zu müssen. Durch seine Stellung als Marktführer bieten unzählige Foren, Blogs und Portale jede Menge Support bei sämtlichen Fragen und wer doch etwas tiefer in die Materie gehen möchte, hat die Möglichkeit, selbstgeschriebene Codes in WordPress zu integrieren.

Die Vorteile von WordPress auf einen Blick:

  • Kostenloses CMS
  • Riesige Auswahl an kostenlosen und kostenpflichtigen Themes und Plugins
  • Unendlich erweiterbar
  • Einfach zu bedienen
  • Anfängergeeignet
  • Keine Programmierkenntnisse notwendig
  • Suchmaschinenfreundlich und -optimierbar
  • Geschwindigkeitsoptimierbar
  • Datenschutzkonformes Setup möglich
  • Updateübersicht
  • Seitensicherheit

Seit dem Startschuss 2003/2004 hat sich jede Menge getan und wir sind gespannt, welche Möglichkeiten das System in weiteren 15 Jahren bietet.

Blogbeitrag Verfasst von:

Janett Naumann

Webentwicklung & Datenschutz

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